Early-Bird im Okertal – Riding the Edge

Uphill-Performance zum Frühstück

Max 470 Watt auf die Kette

Samstagmorgen – 06:00 Uhr, das erste Sonnenlicht lockt mich aus den Federn, während der Rest der Welt noch tief im Koma liegt. Aber hey – wer den Harz ungefiltert und ohne die üblichen Wanderer inhalieren will, muss raus, wenn das Licht gerade erst angeknipst wird. Heutiges Setup: Mein Canyon Spectral:ONfly, frisch geputzt (ok, das ist gelogen) und hungrig auf Trails. Keine Menschenseele unterwegs. Nur die Natur, ich und eine ganze Menge Adrenalin.

Der Uphill – wenn der Hang dir zuzwinkert
Während die ersten Sonnenstrahlen die steilen Hänge in pures Gold verwandeln, geht’s direkt rein in den Anstieg. Die Luft ist noch herrlich frisch – perfektes Wald-Aroma mischt sich mit feuchtem Moos. Auf den geschotterten Kehren schraube ich mich Stück für Stück höher, und das Okertal zeigt sich in seiner ganzen, ungeschminkten Schönheit.

Strecke

 ⇢ 28 km
⇡ 780 m

Leistung

max 470 W
⌀ 181 W

MTB

5 Sprünge
3 min Airtim

Skill-Level

★★★★☆

Die starken Regelfälle haben die Rock-Garden Passagen ordentlich ausgespült. Die Rinnen sind schon ziemlich tief und man muss eine ordentliche Linie anpeilen.

Das hebt das benötigte Skill-Level auf 4 Sterne.

Fels, Farn und pures Adrenalin

On the Edge Downhill mit Airtime

An den Einstiegen angekommen, zeigt das Okertal sein echtes, raues Gesicht. Mächtige, moosbewachsene Granitklippen ragen auf der einen Seite empor, während es auf der anderen Seite senkrecht nach unten geht. Ab jetzt heißt es: Fokus an! Die verblockten Steinfelder, die feuchten Wasserlaufpassagen, die engen Kehren – alles ist hier eine Nummer härter.

Das Fahrwerk vom Canyon schluckt alles weg, was sich ihm in den Weg stellt. Aber hier kommt der Clou: Garmin hat nicht nur Höhenmeter, sondern auch die Airtime getrackt. Es waren ein paar Rampen dabei. Für 3 m hat es gereicht.

Das Gefühl, für einen Moment die Schwerkraft zu besiegen – das macht so richtig wach!

Fazit – Riding on the Edge ist nicht nur ein Titel

Der Downhill entlohnt dich für jeden einzelnen verdammten Höhenmeter. Technische Segmente wechseln sich ab mit flowigen Sektionen, bei denen die Sonne brutal gut durch die Baumkronen bricht. Als es mich wieder unten im Tal ausspuckt, erwacht die Welt erst so langsam. Die ersten Wanderer schnüren ihre Schuhe – und ich hab meine Trail-Sucht schon bedient.

Mein Fazit der Runde 
„Riding on the Edge“ ist nicht nur ein Titel. Es ist ein Lebensgefühl. Es ist die Freiheit, am Limit zu sein, die Welt unter dir zu vergessen, nur das Adrenalin, den Trail und die Priese Airtime zu spüren. Und das Okertal liefert dafür die perfekte Kulisse.

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